Erstmaßnahmen bei entlaufenem Hund.

Die wichtigsten ToDos

Der Hund ist weg und in euch ist ein Gefühl der Panik. Das ist total verständlich, nur bringt es euch eurer Haustier nicht zurück. Das Wichtigste und zugleich Schwierigste ist nun Ruhe zu bewahren. Anstatt wild zu agieren und wie verrückt zu suchen: Haltet inne und atmet tief durch. Dann befolgt unsere Erstmaßnahmen.

 

Am Entlaufort bleiben und Zuhause die Türe offen lassen

Sucht nicht aktiv nach eurem Hund! Bleibt am Entlaufort und wartet dort, auch wenn es schwer fällt. Warum aktive Suche kontraproduktiv ist, steht weiter unten. Setzt euch hin, denn es kann mitunter einige Stunden dauern. Ihr könnt darauf vertrauen, dass fast alle Hunde zurück zum Entlaufort kommen oder nach Hause laufen, wenn sie sich beruhigt haben. Lauft nicht in der Gegend herum, denn damit verteilt ihr euren Geruch überall und verwirrt euren Hund damit. Wenn ihr mit dem Auto zum Gassigehen  gefahren seid und dieses nicht weit vom Entlaufort geparkt ist, könnt ihr auch am Auto warten. Wenn es kalt ist, ihr Durst oder Hunger bekommt: Lasst euch Decken, Getränke und Essen von Bekannten bringen, bleibt selbst unbedingt am Entlaufort. Sofern das Zuhause nicht sehr weit weg ist, schickt eine Bezugsperson des Hundes dorthin. Diese soll alle Türen und Tore öffnen und dort warten. Hunde können problemlos in kurzer Zeit ein paar Kilometer laufen.

Vermisstenanzeige auf Facebook einstellen

Stellt eine Vermisstenmeldung mit Foto eures Hundes in unserer Facebook-Gruppe Entlaufene und vermisste Hunde München ein. Wir haben dort ca. 4.500 Mitglieder, die unheimlich viel mitbekommen und gut vernetzt sind. Bitte gebt dort den Stadtteil (keine Straßennamen) an, wo der Hund entlaufen ist, die Telefonnummer, unter der ihr jederzeit erreichbar seid und die Info, ob er gechippt und registriert ist (keine Chipnummer).  Wichtig: Gebt keine genauen Ortsangaben zum Entlauf- und ggf. Sichtungsort öffentlich bekannt, da es immer wieder vorkommt, dass dem Hund fremde Personen loslaufen, um ihn zu suchen. Auch wenn es gut gemeint ist, kann es dadurch passieren, dass der Hund vertrieben wird. 

Einrichtungen informieren

Informiert telefonisch folgende Einrichtungen (Telefonnummern findet ihr unter Wichtige Adressen):

  • Polizei – auch in umliegenden/angrenzenden Stadtteilen, da die Reviere untereinander nicht vernetzt sind.
  • Tierheim – ggf. auch im Umland.
  • TASSO und FINDEFIX – auch falls der Hund nicht gechipt ist. Die Registrierung kann nachgeholt werden.
  • Bahn (Wildschäden)
  • Tierkliniken
  • Bauhof AWM

  • Tierkrematorium

  • ggfs. Jäger/Förster

Mit diesen Tipps macht ihr in jedem Fall erstmal alles richtig, ganz gleich, ob euer Hund mit Leine entlaufen ist, alt, sehr jung oder krank ist und Medikamente braucht. Für alles weitere helfen wir euch gerne weiter. Bitte setzt euch auch mit den weiteren Maßnahmen auseinander.

 

Aktive Suche

Ist in der Regel kontraproduktiv, da sich das entlaufene Tier in einer Ausnahmesituation und im „Fluchtmodus“ befindet. Aktives Suchen kann es daher als „Jagd“ auf sich empfinden und sich immer weiter entfernen. Kniffelig wird es, wenn ein Hund mit Leine entlaufen ist, da man abwägen muss, wie lange man ihm Zeit gibt zurückzulaufen und ab wann man nach ihm suchen kann. Wenn ihr selbst umherlauft und sucht, hat euer Hund kaum eine Möglichkeit euch über euren Geruch wiederzufinden, da sich die Spuren vermischen und er den Weg zurück nicht mehr findet. Zudem werdet ihr euch in aller Regel dauernd verpassen.